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Monatsimpuls für Februar 2026

... eine ganz einfache Geschichte ... der Tropfen der mitfließt, sich seinem Leben hingibt ... in den Worten eine Möglichkeit das Leben zu sehen, zu erleben und gleichzeitig eine große Herausforderung für uns Menschen ... schau doch mal, wo du ein JA geben kannst ...

 

Der Tropfen

Es war einmal – ein Tropfen.
Tief verborgen in einer stillen, reinen Quelle.
Eins mit dem Ursprung. Teil von allem.

Eines Tages geschah etwas – einfach, natürlich, ohne Grund:
Der Tropfen löste sich.
Nicht aus Mangel. Nicht aus Notwendigkeit. Es geschah.
Und in diesem Geschehen lag sein erstes Ja.

Er sagte Ja zu seiner Reise in die Welt, ohne zu wissen, wohin sie führen würde.

Er wurde zum Tropfen im Fluss des Lebens,
und begann, Formen anzunehmen, Zustände zu wechseln, ohne Widerstand.

Er war Tropfen, doch er war mehr als das.
Er war Eis, war Schnee, war Dampf, war flüssig.
Er nahm jede Form an – doch blieb immer das Eine: Wasser.
Sein Wesen veränderte sich nie.
Nur die Gestalt.

Er ward im Stein, in der Erde, in der Pflanze.
Er floss durch Tiere, lebte in Menschen.
War Träne. War Schweiß. War Atem.

Er war Hitze. Er war Kühle.
Er war Verdunstung und Kondensation.
Ein Kommen und Gehen in immer neuen Kreisläufen.

Er begegnete Schmerzen. Er berührte Freude.
Er kannte das Lachen und die Stille des Rückzugs.

Und in jeder Form sagte er Ja.

Und in all dem war er nicht gegen das Leben –
er war mit ihm.
Nicht als Widerstand. Sondern als Fluss.

Nie fragte er: „Warum bin ich hier?“
Nie klagte er: „Warum ich?“

Er war Bewegung. Und Bewegung war Leben.

Während seiner Reise traf er auf viele Menschen.
Manche weinten, weil das Leben schwer war.
Manche kämpften gegen das, was sie nicht ändern konnten.

Und der Tropfen verstand:
Die Menschen hatten das Ja vergessen.

Sie wollten bestimmen, wie das Leben zu sein hat,
anstatt es zu leben, wie es ist.
Sie dachten, das Meer müsse immer ruhig sein – keine Wellen, kein Auf und Ab.
Doch der Tropfen wusste: 
Keine Welle bedeutet Stillstand. Stillstand bedeutet Tod.
Leben ist Bewegung. Leben ist Wandel.
Leben ist Ja.

Die Menschen, durch die er floss, nannten manches Schicksal,
manches Fehler, manches Leid.

Für den Tropfen war es einfach, was es war.

Er hatte keine Meinung. Kein Urteil. Kein richtig oder falsch.
Nur dieses stille, grundlose Ja zu dem, was war.

Manchmal stieß er auf Mauern.
Er blieb nicht stehen. Er kämpfte nicht. Er zerbrach nicht.
Er floss anders. Oder er verdampfte. Oder er wartete.

Es gab immer einen Platz für ihn.
In welcher Form auch immer.

Eines Tages – nach unzähligen Wandlungen –
fühlte der Tropfen, dass er zurückgerufen wurde.
Zurück zur Quelle.
Zurück zu dem Ort, aus dem er kam.

Und auch jetzt sagte er Ja.

Nicht weil er musste. Nicht weil er sollte.
Sondern weil das Leben nichts anderes ist
als eine lange Reihe von Entscheidungen – und jedes einzelne Ja
ein Schritt zurück nach Hause.

Er erinnerte sich:
Dass er nie wirklich getrennt gewesen war.
Dass Quelle und Tropfen nie zwei waren.

Dass das, was Menschen Geburt nennen,
nur ein Übergang der Form ist.
Und was sie Tod nennen, nur ein weiteres Ja
zum Loslassen.

Im tiefsten Inneren des Tropfens war ein Ort,
der nie gefroren war, nie verdampft, nie bewegt.

Ein Grund ohne Warum.
Ein Sein ohne Ursache.
Ein Ja, das keiner Begründung bedarf.

Und so kehrte der Tropfen zurück zur Quelle,
ohne je gegangen zu sein.

Nicht schneller. Nicht langsamer.
In seinem eigenen Tempo.

Denn jeder Tropfen hat sein Maß.
Seine Zeit. Seine Form.

Und wenn du jetzt innehältst,
vielleicht spürst du es:

Dieses Ja in dir –
älter als jede Geschichte, tiefer als jede Verletzung,
stiller als jeder Gedanke.

Ein Ja, das nicht zustimmt, und nicht verneint.
Ein Ja, das einfach ist.

Vielleicht ist das alles, was das Leben je von uns wollte:
Nicht mehr kämpfen. Nicht mehr begründen.
Nicht mehr verstehen müssen.
Sondern – wie Wasser –mit dem Leben fließen.

Und sagen: Ja.

Denn auch in dir lebt dieser Tropfen.
Er ist in deinem Atem. In deinem Blut.
In deiner Träne.
Und auch du bist auf dieser Reise.
Die Frage ist nicht: „Woher komme ich?“
oder „Wohin gehe ich?“

Die einzige Frage ist: Sagst du Ja?

​

von Dr. Marlies Koel

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Monatsimpuls für Dezember 2025

... vielleicht hast du diesen Impuls schon oft gelesen ... dann ist er eine Erinnerung, eine Erinnerung an das was wirklich wichtig ist, Werte, die in uns Leben, die unseren Ausdruck brauchen, in einer Welt in der soviel davon verloren geht ... wir können ein Vorbild sein :-)

Beten, schamanismus christine lutz.jpg

Zur Erinnerung

 

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still – so still, dass man hörte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer schwächer und verlosch schließlich.

 

Die zweite Kerze sagte betrübt: „Ich heiße Glaube. Aber ich bin überflüssig geworden. Die Menschen wollen von Gott nichts mehr wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich weiter brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum – und auch diese zweite Kerze erlosch.

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Traurig meldete sich die dritte Kerze: „Ich heiße Liebe. Ich habe fast keine Kraft mehr zum Brennen. Die Menschen stellen mich auf die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollten.“ Mit einem letzten kraftlosen Aufflackern erlosch auch dieses Licht.

 

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber – ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Fast begann das Kind zu weinen.

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Die vierte Kerze, deren Licht den Raum noch erhellte, wusste Trost zu spenden. Sie sagte: „Kind, hab keine Angst. Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Weißt Du, ich heiße Hoffnung.“

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Flugs nahm das Kind diese Kerze in die Hand und zündete mit ihrem Licht die anderen Kerzen wieder an.

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Der etwas andere Adventskalender:

Nimm dir jeden Tag ein bisschen Zeit und schreibe auf was dir im vergangenen Jahr Freude bereitet hat, was schön war, an was du dich gerne erinnerst, alleine oder mit anderen Menschen ... für jeden Tag einen kleinen Zettel. Du kannst sie in deiner Advenstschatzkiste sammeln.

An Weihnachten kannst du sie in Dankbarkeit für all die kleinen Wunder, verbrennen oder mit in das neue Jahr nehmen, als Erinnerungsfunken für dunkle Tage.

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Monatsimpuls für November 2025

... erinnerst du dich, wie du aufgewachsen bist, wieviel sich seither verändert hat, wieviel du schon geschafft und bewegt hast​ ... das ist unser Leben mit all seinen Erinnerungen ;-)

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Erinnerungen

Man nennt uns die Generation Dazwischen.

Wir sind die letzten Kinder, die draußen spielten, bis die Straßenlaternen angingen. Unsere Namen hallten durch die Straßen, wenn Mütter uns zum Abendessen riefen.

Wir sind die Kinder mit aufgeschürften Knien, Kassettenrekordern und ruhigen Sonntagen.

Wir sind die Brücke.

Geboren zwischen etwa 1955 und 1985, aufgewachsen in einer Welt, die sich noch mit der Geschwindigkeit eines Fahrrads drehte, nicht eines Breitbandanschlusses.

Wir wussten, wie man sich langweilt.

Und in dieser Langeweile lag etwas Magisches.

Wenn es regnete, saßen wir auf dem Teppich und hörten das leise Knistern einer Schallplatte, bevor die Musik begann.

Wir sahen den Regentropfen beim Rennen über die Fensterscheibe zu, das war unser High Definition.

Unsere Nachmittage gehörten einem Ball, ein paar Freunden und einem Stück Gehweg.

Wir bauten Höhlen aus Decken und Kartons, fuhren auf Bonanza-Rädern, die Knie voller Pflaster, das Herz voller Geschichten.

Wir sind die letzte Generation, die den süßlich-chemischen Geruch des Spiritusduplikators kennt – der Duft von Schulaufgaben und Elternbriefen.

Unsere Hefte trugen Eselsohren, und der Füller hinterließ kleine blaue Monde in den Rändern.

Wir kannten das Warten.

Wir schrieben Briefe, auf richtigem Papier, mit Tinte.

Wir falteten sie, steckten sie in Umschläge, leckten die Marke an und warteten. Tage, manchmal Wochen.

Und wenn die Antwort kam, lasen wir sie wieder und wieder, bis wir jedes Wort auswendig wussten.

Wir telefonierten an der Wand, mit Kabel.

Wenn wir jemanden anrufen wollten, mussten wir zuerst höflich mit den Eltern sprechen.

Wir kannten Telefonnummern auswendig – ein kleines, geheimes Gedächtnis unserer Freundschaften.

Wir sind die Generation der Musik.

Wir saßen stundenlang am Radio, die Finger über „Record“ und „Play“, um unseren Lieblingssong ohne das Gerede des Moderators zu erwischen.

Jede Kassette war ein kleines Kunstwerk. Ein Liebesbrief in Tönen.

Wir wuchsen auf mit Vertrauen, nicht mit Passwörtern.

Freunde standen vor der Tür, sie schrieben keine Nachricht: „Bin da.“

Wir kannten unsere Nachbarn. Türen blieben unverschlossen.

Dinge durften kaputtgehen und wurden repariert.

Wir flickten Hosen, schraubten Toaster auf und gaben Beziehungen eine zweite Chance.

Wir sahen den Wandel.

Schwarz-Weiß wurde Farbe. Drei Programme wurden zu vielen.

Wir spielten Pong, tipp­ten auf dem C64 und hörten das Kratzen eines Modems, das uns in eine neue, unsichtbare Welt führte.

Wir lernten, auf Tastaturen zu schreiben, aber unsere Unterschrift stammt noch aus dem Schreibunterricht mit Füller.

Wir wissen, was „die Cloud“ ist, aber in unseren Schuhkartons liegen Fotos mit handgeschriebenen Daten auf der Rückseite.

Heute sehen wir Kinder, deren Gesichter vom Licht der Bildschirme leuchten und fragen uns manchmal leise, was sie wohl verloren haben, während sie alles andere gewonnen haben.

Manchmal vermissen wir diese Langsamkeit, ohne es zu sagen.

Nicht, weil alles damals besser war,

sondern weil wir Zeit hatten, das Leben zu spüren, bevor es weiterlief.

Wir sind die Generation der echten Gespräche.

Von Küchentischen, die nach Kaffee und Zigaretten rochen.

Von Münztelefonen, Butterbrotdosen und langen Sonntagen ohne Eile.

Wir haben gelernt, dass Glück keinen Filter braucht.

Dass Nähe kein WLAN-Signal ist, sondern ein Blick.

Dass Erinnerungen nicht auf Servern liegen, sondern in uns.

Die Welt ist schneller geworden. Greller. Lauter.

Und manchmal kälter.

Aber in uns bleibt die Ruhe.

Wir sind die Brücke zwischen Gestern und Heute.

Wir sind die Übersetzer.

Man sieht in uns vielleicht die Vergangenheit,

doch wir sind die Anker. Wir erinnern uns an das Warum.

Die Vergangenheit war nicht perfekt.

Aber sie war echt.

Und das ist eine Erinnerung, die es wert ist, bewahrt zu werden.

Und wir waren dabei.

Das hier ist kein Rückblick; es ist eine Erinnerung an uns.

An eine Zeit, in der das Leben langsamer war und die Welt noch nach Regen, Gras und Schulkreide roch.​

 

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Christine Lutz

Begleitende Kinesiologie

und energetische Heilarbeit

Perläckerstr. 13 B

76767 Hagenbach

0176/50 17 38 73

info@christine-lutz.net

Meine Arbeit stellt keine Heilkunde im klassischen Sinne dar. Sie ist auch kein Ersatz für medizinische oder psychotherapeutische Behandlungen. Sie ist als Lebensberatung und -begleitung zu verstehen und dient nicht der Behandlung und Heilung von Krankheiten. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Krankheiten sollte daher eine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, also die Hilfe eines Arztes, Heilpraktikers oder Psychotherapeuten in Anspruch genommen werden.

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